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Gedanken zum Osterfest 2020 - von Pfr. Peter Remy

Liebe Leserinnen und Leser,

die Ostergeschichte, die Geschichte von der Auferstehung Jesu, endet nicht im Himmel. Das klingt vielleicht überraschend, ist aber wahr.

Vielleicht liegt es an den besonderen Umständen, unter denen wir in diesem Jahr Ostern feiern, dass mir das zum ersten Mal so richtig klar geworden ist. Die Ostergeschichte, die Geschichte von der Auferstehung Jesu, endet nicht im Himmel. Sie geht weiter, hier auf der Erde.

Die letzten Kapitel des Markusevangeliums (14-16) erzählen von dem Weg, den Jesus geht, zuerst noch gemeinsam mit seinen Jüngern und dann ganz allein. In Betanien wird Jesus von einer fremden Frau mit kostbarem Nardenöl gesalbt. „Sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt zu meinem Begräbnis“, sagt Jesus. Dann feiert Jesus das Abendmahl mit seinen Jüngern. Wieder sagt er seltsame Worte, die seine Jünger nicht verstehen: „Das ist mein Leib. Das ist mein Blut, für viele vergossen.“ Bald darauf im Garten Gethsemane: Jesus ringt mit dem Weg, den er zu gehen hat. „Vater, alles ist dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir; doch nicht, was ich will, sondern was du willst!“ Seine Jünger schlafen, erschöpft, weil sie nicht verstehen, was geschieht und warum. Nicht nur Judas, auch Petrus, „der Fels“ und die anderen: Sie halten sich für stark und werden schwach, sie ziehen sich zurück. Am Ende trachten sie nur noch danach, ihr nacktes Leben zu retten. Sie verleugnen und verraten, sich selber, ihre Freunde und ihren Herrn. Jesus wird verurteilt und verspottet, verhöhnt von der Menge, geschlagen und ans Kreuz genagelt. „Seht, welch ein Mensch!“ und: Seht, wozu die Menschen fähig sind! „Mein Gott, mein Gott, warum?“ – „Warum? Hast? Du? Mich? Verlassen?“ Fragen über Fragen. Jesus stirbt. „Er schrie laut und verschied.“ Er wird ins Grab gelegt. Frauen kommen, am dritten Tag. Wieder sind es Frauen, die den letzten Liebesdienst tun. Mit wohlriechenden Ölen wollen sie ihren Toten salben, wie es üblich ist. Doch das Grab ist leer. „Entsetzt euch nicht! Er ist auferstanden. Er ist nicht hier.“ So wird ihnen gesagt. Und sie erhalten einen Auftrag: „Geht aber hin und erzählt es seinen Jüngern, dass er vor euch hergehen wird …“ ER wird sich euch zeigen, auf dem Weg, den ihr gehen werdet …

Die Ostergeschichte, die Geschichte von der Auferstehung, die Geschichte Jesu endet nicht im Himmel. Sie geht weiter, hier auf der Erde, auf dem Weg, den ihr gehen werdet, auf Deinem und auf meinem Weg, auf unserem Weg. ER wird sich euch zeigen, auf dem Weg, den ihr gehen werdet …

Dietrich Bonhoeffer, der am Gründonnerstag vor 75 Jahren im Konzentrationslager Flossenbürg erhängt wurde, hat gesagt: „Die Auferstehung ist Gottes Ja zu uns, Gottes Ja zur Kreatur. In der Auferstehung erkennen wir, dass Gott die Erde nicht preisgegeben hat.“

Darum geht es mir auch an diesem Osterfest 2020, inmitten der weltweiten Bedrohung des Lebens durch die Corona-Pandemie, doch so, wie es Carl Zuckmayer, der deutsche Schriftsteller, nach all den Verheerungen des Zweiten Weltkriegs sagen konnte:

„Ich liebe das Leben, das menschliche Leben, nicht in einer illusorischen Vorstellung von seiner Glücksbestimmung, nicht als einen regulierbaren Vorgang zur Erreichung möglicher Zufriedenheit, sondern das bedrohte, umstellte, unendlich tragische und unendlich freudvolle Leben der Geschöpfe, die ein Schöpfer erweckt, erschaffen und beseelt hat. Ich liebe es in Furcht und Ehrfurcht, in Vertrauen und Dankbarkeit.“


Ein frohes und gesegnetes Osterfest wünscht Ihnen, auch im Namen meiner Pfarrkollegen Theo Günther und Uwe Ritter und des Kirchenvorstands

Ihr Peter Remy, Pfarrer


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